Was ist Zen?
Geschrieben von Joe Boden • Dienstag, 29. September 2009 • Kategorie: Erleuchtung, Erwachen, Satori, ZENWas ist Zen?
Alle Wahrheit kommt im Zen von innen, und
es hat nichts zu tun mit irgendeinem religiösen Dogma, welcher Art es auch immer
sein mag. Wesentlich im Zen ist immer die durch die Praxis des Zen
herbeigeführte Entwicklung zum intuitiven Begreifen, anstelle intellektuellen
Studiums. Die wesentlichen Merkmale des Zen wurden in der früheren Tang-Dynastie
in vier kurze Sätze zusammengefasst:
1) Übertragung außerhalb der orthodoxen Lehre
2) Unabhängigkeit
von heiligen Schriften
3) Direktes deuten auf den Herz-Geist
4) Schau in
die eigene Natur und Erlangen der Buddhaschaft
Ein Christ kann genauso wie ein Buddhist
im Zen leben, denn Zen ist nicht eine Religion unter vielen anderen, sondern –
Grundlage aller Religionen.
Zen-Meister Zensho W. Kopp
Im Zen gibt es nichts zu erklären und
nichts zu lehren, was dein Wissen mehren könnte. Was nicht aus dir selbst
erwächst, ist auch nicht dein eigenes Wissen – nur fremdes
Gefieder.
(D. T. Suzuki)
Schüler:
“Was ist
Zen?”
Nan-ch’üan:
“Das gewöhnliche Bewußtsein ist
Zen.”
Schüler:
“Sollen wir es zu erlangen
versuchen?”
Nan-ch’üan:
“Sobald du es versuchst, verfehlst du
es.”
Ein Schüler fragte Zen-Meister Philip
Kapleau. «Was kann ein Zen-Meister mir geben?»
Kapleau antwortete: «Er kann
dir nichts geben, was du nicht schon hast, aber er kann dir vieles nehmen, was
deiner wahren Natur fremd ist».
Wenn du Zen erfassen möchtest, musst du
dich mit fragenden Zweifel
nach innen wenden und es mit aller
Eindringlichkeit erforschen. Ist
dein fragender Zweifel tief genug, so
erscheint die transzendente
Weisheit.
Foyan

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